Ein typischer kleiner Rheinort im Unesco-Welterbe und doch wieder unverwechselbar, wenn sich im Frühling die Gärten und Hänge rund um den Ort in ein weißes Blütenmeer färben. Kestert ist über 1250 Jahre alt und kann aufgrund von Bodenfunden wohl römische Besiedlung aufweisen.
Feuer und Kriege forderten über die Jahrhunderte immer wieder ihren Tribut von den Bewohnern, die sich zumeist mit Weinbau ihren Broterwerb sicherten. Das 19. Jahrhundert brachte Aufschwung durch die Anbindung an die neue Bahnstrecke, aber auch Umschwung durch die verstärkt auftretende Reblausplage. Viele Weingärten wurden nun zu Obstgärten, und Kestert entwickelte sich zum Spezialisten und Marktführer für Kirschenanbau. Die süßen, saftigen Früchte vom Rhein fanden Absatz bis an den Niederrhein und nach Norddeutschland. Auch diese Zeit ist vorüber, aber die unzähligen Obstbäume zeigen noch immer ihr weißes Frühjahrskleid, was Kestert zum romantischen Wanderziel werden lässt.
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